Mynaric: Erfolgreicher Börsengang

Mynaric: Erfolgreicher Börsengang

In Zeiten von Digitalisierung, Vernetzung und High-Speed-Internet ist es nur die logische Folge, dass die weltweiten Datenmengen immer rasanter steigen und somit immer mehr werden. Stößt die Infrastruktur für die Datenübertragung also bald an ihre Grenzen? Problematisch ist auch die Tatsache, dass es noch immer Regionen ohne Internetanschluss gibt. Nun ist es also Zeit, sich endlich für neue Wege zu entscheiden. Die Vorreiterrolle hat die Mynaric AG übernommen.

Maynaric - Laserkommunikation Satellit
Laserkommunikationstechnologie statt Glasfaserkabel

Mithilfe einer lasergestützten Kommunikationstechnologie will die Mynaric AG das „superschnelle Internet direkt über den Wolken“ ermöglichen. So sollen auch Gebiete abgedeckt werden, die für konventionelle Technologien gar nicht zugänglich sind. Das Ziel? Durch das Zusammenschalten und Verbindungen von Satelliten oder Flugzeugen sollen in weiterer Folge riesige Datenmengen über große Distanzen übertragen werden. „Die nächsten Jahre verlangen eine deutliche Erweiterung der aktuellen Netzwerkinfrastruktur. Hier wollen wir die Kommunikationsnetzwerke in der Luft und auch im Weltall nutzen“, so Dr. Wolfram Peschko, der Mynaric AG-Vorstand. Noch steckt das Thema in einem frühen Stadium - schlussendlich wurde die Mynaric AG erst im Jahr 2009 gegründet. Aktuell gibt es aber schon die Lasertechnologie zur Datenübertragung ohne Kabel. Die Serienproduktion steht kurz bevor. Zu den Produkten gehören unter anderem Bodenstationen und auch Laserterminals, sodass umfangreiche Datenmengen - mit einer Geschwindigkeit von rund 10 Gigabit/Sekunde - über weite Strecken übermittelt werden können. Der Vorteil? Die Lasertechnologie ist auch weitaus günstiger als die Variante mit dem Glasfaserkabel. Für Dr. Wolfram Peschko ist die neue Laserkommunikationstechnologie auch eine Art Schlüsseltechnologie. Mittels der Laserkommunikationstechnologie können sich auch sichere Firmennetzwerke aufbauen lassen. Fakt ist - es handelt sich um einen Markt für die Zukunft. Das ist auch der Grund, warum zahlreiche US-Konzerne - so etwa Facebook oder auch Google - an innovativen Kommunikationslösungen arbeiten. Natürlich befindet sich die Mynaric AG noch in einer anderen Liga. Die Umsätze liegen derzeit noch im einstelligen Millionenbereich. Das Potential ist aber riesig. Aufgrund der Tatsache, dass von dreistelligen Wachstumsraten ausgegangen wird, könnten bis zum Jahr 2020 rund 100 Millionen eingenommen werden. Sollten Anleger ihr Geld in die Mynaric AG investieren?Zudem soll der Emissionserlös helfen, der zur Gänze in die Finanzierung des Wachstums gehen soll. Dieser soll - so der Plan - auch üppig ausfallen: 506.000 Aktien stehen zur Verfügung und sollen zu 45 Euro bis 54 Euro platziert werden. Das Emissionsvolumen könnte so zwischen 22,8 und 27,3 Millionen Euro (30 Mrd. Dollar laut CMC Markets) liegen. Nachdem die Mynaric AG an die Börse ging, lag der Ausgabepreis bei 54 Euro - am Ende des Tages kletterte das Wertpapier auf 58,66 Euro (+ 9,64 Prozent). Aktuell liegt der Aktienkurs bei 63,50 Euro. Ob das Papier ein gutes Investment ist, muss natürlich jeder Anleger für sich entscheiden – wer das Risiko aber nicht scheut, könnte hier ein gutes Geschäft machen.